16th September 2014

Toro de la Vega 2014 – Elegido starb den Lanzentod

R.I.P. ELEGIDO 16.09.2014

 

Elegido, der Toro de la Vega 2014, ist tot. Ermordet von einer geistig im Mittelalter verbliebenen Horde blutrünstiger, mit Lanzen bewaffneter Männer, die der Meinung sind, an einem grausamen, archaischen Ritual vergangener Zeiten festhalten zu müssen.

Weder die Demonstration am vergangenen Samstag in Madrid, an der 45 000 Menschen teilgenommen haben, weder weise Worte von Gelehrten, Klagen von Rechtsanwälten noch jahrelange Kampagnen und zahlreiche Petitionen, oder die ca. 300 mutigen Aktivisten aus ganz Spanien, die sich heute in die Hölle begeben haben um sich dem Mob entgegen zu stellen, konnten das Blutbad verhindern.

R.I.P. Elegido.

 

 

Tordesillas zelebrierte heute Morgen den Toro de la Vega, wie jedes Jahr um diese Zeit, Befürworter und Gegner standen sich im Kampf gegenüber. Das Spektakel, zu dem sich ca. 40 000 Fans nach Tordesillas – Valladolid begaben, begann mit halbstündiger Verspätung um 11.30 Uhr. Dies ist den Aktivisten zu verdanken, die mit aller Kraft das schier Unmögliche versucht haben, den Tod des friedlichen Wiederkäuers mittels Menschenketten und Sitzblockade zu verhindern. 121 Beamte sorgten für den “reibungslosen” Ablauf des umstrittenen Turniers. Die Demonstranten skandalierten lautstark “La tortura no es cultura!” (Folter ist keine Kultur), es flogen Steine aus der Front der Gegner, einige Aktivsten wurden getroffen, eine Frau befindet sich im Krankenhaus, vier Männer des Turniers nahm der Stier auf die Hörner, ohne jedoch lebensgefährliche Verletzungen davonzutragen. Nachdem der Stier über die Brücke des Duero bis auf die Flussaue gehetzt wurde, verletzte man ihm mit vier Lanzenstichen schwer und tötete ihn per Dolchstoß.

 

 

Elegido war ein friedlicher Stier, wie mir einer der Augenzeugen berichtete. “Heute war ich machtlos, nur wenige Meter von Elegido entfernt, ab der Mitte der Flussaue, bis zu dem Ort wo sie ihn ermordeten. Ein sanfter Stier, der weder angreifen noch rennen wollte, verschreckt, mit einem um Hilfe bittenden Blick den ich niemals vergessen werde. Sie stachen auf ihn ein, einmal, ein weiteres mal. Immer wieder versuchte er aufzustehen und er brach jedes mal wieder zusammen. Ohne zu verstehen, warum sie auf ihn wütend waren, mit seinem Blick um Hilfe und Gnade bittend. Ich werde niemals verstehen wie jemand sich daran vergnügt und stolz darauf ist so etwas zu tun. Ich wünschte, einige meiner Freunde, die diese barbarische Tradition verteidigen, mir dies zu erklären versuchen. Alles was ich weiß ist, dass ich nicht ruhen werde, bis diese und andere Bräuche verschwunden sind. Auf dem Foto, das letzte Blut von Elegido.” Alessandro Zara Ferrante Aktivist bei LTNEC und Igualdad Animal.

 

 

Der Sieger des Turniers ist Álvaro Martín ‘Portu’. Stolz präsentierte er den abgeschnittenen Schwanz von Elegido auf seiner Lanze und lässt sich auf den Schultern getragen als Held feiern.  Schon die Kinder in Tordesillas werden darauf trainiert, dass dieses Spektakel eine heldenhafte und erhaltenswerte Tradition ist, eine öffentliche Schule hat diesbezüglich sogar ein Video veröffentlicht, ungeachtet der Empfehlungen der UNO, Kinder von der Grausamkeit des Stierkampf fernzuhalten.
Die Befürworter haben Angst, sie haben erkannt, dass der Protest immer größere Ausmaße erreicht und geben dies auch offen zu. Marta Esteban, die Präsidentin der Plattform La Tortura No Es Cultura kam mit einigen der Traditionalisten ins Gespräch und zeigt sich optimistisch: “Die Leute von Tordesillas selbst haben mir erzählt, dass die Anti-Stierkampf-Bewegung ihre Feste ruiniert. Und dies werden wir tun!”

 

 

ELEGIDO wurde ermordet, wir aber werden nicht aufgeben, bis diese grausame Tradition und der Stierkampf im allgemeinen in die Geschichtsbücher verbannt ist. – R.I.P. Elegido, wir haben gehofft, gebangt, mit dir gelitten und heute doch verloren. Wir trauern um dich, aber wir werden weiter kämpfen. Jetzt erst recht!

Mord an Elegido – Toro de la Vega 2014

Fotos PACMA – Der Fotograf wurde bedroht, man hat versucht ihm seine Kamera zu entreißen, zum Glück ist ihm trotzdem gelungen dieses und weitere Fotos aufzunehmen. Eine 40 Zentimeter lange Klinge steckt in den Eingeweiden von Elegido!

Asesinato de Elegido, Toro de la Vega 2014

Fotostrecke Javier Coltrane: Fotografía en LUCHA

Fotostrecke El Pais: El Toro de la Vega

 

 

 

Ausführlicher TV Beitrag:

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Video – Konfrontation zwischen Gegnern und Befürwortern: Enfrentamientos entre partidarios y detractores del Toro de la Vega

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13th September 2014

45 000 Demonstranten protestierten in Madrid für die Abschaffung des Toro de la Vega – Der Countdown läuft


45 000 Menschen folgtem am Samstag dem Aufruf der spanischen Tierschutzpartei PACMA um für die Abschaffung des Toro de la Vega zu protestieren. Seit nunmehr 10 Jahren kämpft PACMA, mit der Unterstützung von Tierschützern aus aller Welt, gegen diese grausame Stierhatz, die seit dem tiefsten Mittelalter alljährlich in Tordesillas stattfindet. Dies war die größte Demonstration für die Verteidigung der Tierrechte die jemals in Spanien abgehalten wurde.

Bevor der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, wurde der Akt “Rompe una lanza” von 100 Teilnehmern durchgeführt, um 17.30 Uhr startete der Marsch am Plaza de Colon, führte  am Sitz der PSOE vorbei, die genauso wie die PP hinter dem Spektakel steht und endete am Plaza de España, wo ein Manifest verlesen wurde. Auch andere tierfreundliche Parteien und zahlreiche Prominente nahmen an der Demonstration teil.

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Erst am vergangenen Mittwoch hat eine Delegation von PACMA der Präsidentin des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments, Cecilia Wikström, eine Petition mit  70.000 Unterschriften übergeben. Unterstützend vertreten waren Stefan Eck für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz und Anja Hazekamp für die niederländische Tierschutzpartei Partij voor de Dieren. Eine weitere, über AVAAZ gesammelte Petition, hat schon fast 300 000 Unterschriften gesammelt und wird kommende Woche eingereicht.

Anonymous am Freitag die offizielle Webseite des Toro de la Vega gehackt und eine unmissverständliche Botschaft an die Lanzenreiter und für das Spektakel verantwortlichen Politiker hinterlassen – TOD UND FOLTER IST KEINE KULTUR.

Heute beginnt der Countdown. Nur noch 3 Tage bis am kommenden Dienstag den 16. September die wohl grausamste Stierhatz Spaniens stattfindet. Der Name ELEGIDO wird der Meilenstein in der Geschichte des Kampfes für den Tierschutz in Spanien sein, der auch ein deutliches Zeichen gegen den Stierkampf setzt. Entweder der letzte Stier der in Tordesillas zu Tode gefoltert wird, oder der erste Stier, der gerettet wird.

Fotos von PACMA: Manifestación contra el Toro de la Vega 2014

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12th September 2014

Anti-Stierkampf-Demonstration in Bayonne, Südfrankreich

Bayonnes Stierkampfanhänger leiden unter Realitätsverleugnung trotz wirtschaftlichen Zusammenbruchs der Corridaspektakel

 

Am 9. August 2014 fand in Bayonne eine grosse Premiere in der Geschichte der französischen Anti-Corridabewegung statt: Die Corrida-Stadtverwaltung der ältesten Stierkampfstadt Frankreichs hat eine Delegation des CRAC Europe (Comité Radicalement Anti Corrida) als Vorspiel zu der am gleichen Tag stattfindenden Demonstration empfangen. Anwesend waren einerseits Jean-René Etchegaray, Bürgermeister von Bayonne, sein Kabinettsdirektor, sein Kultur- sowie sein Finanzbeauftragter, andererseits drei Repräsentanten des CRAC Europe für Kinderschutz, Jean-Pierre Garrigues, Vorsitzender, Roger Lahana, stellvertretender Vorsitzender, und Carole Saldain, Delegierte für die atlantischen Pyrenäen und Gründerin des baskischen Anti-Corrida Vereins Euskal Herria Bayonne Anti Corrida.

 

Ziel der Versammlung war für die Stierkampfgegner die Stellungnahme zu drei Themen:

  • Forderung eines Referendums zur Beibehaltung oder Abschaffung der Corrida in Bayonne
  • Abschaffung des freien Eintritts für Kinder
  • Abschaffung der Corridafinanzierung durch öffentliche Gelder.

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

  • Der Bürgermeister hat in keiner Weise die Absicht ein Referendum zu organisieren, wobei er zugibt, dass als Resultat einer vor ca. zwanzig Jahren organisierten Umfrage gerade einmal 19 Prozent für die Befürworter zusammen kamen.
  • Was den freien Eintritt für Kinder betrifft, so gab Jean-René Etchegaray bekannt, dass er im Gegenteil die Absicht hat, Kindern von 0 bis 15 Jahren freien Eintritt zu gewähren. Ganz offensichtlich veranlasst das zunehmende Alter des Corridapublikums den Bürgermeister zu einer möglichst großen Anwerbung unter den Kindern und Jugendlichen.
  • Schließlich gab der Finanzbeauftragte an: Die Corridas in Bayonne werden von der Stadtverwaltung in direkter Regie organisiert, d.h. mit dem Budget der Stadt; es gab im Jahre 2011 ein Defizit von 400.000 Euro; seit 2013 sind die Finanzen jedoch wieder im Gleichgewicht; die Finanzangaben der Vorjahre sind „Lügen der Medien“. Für den Zeitraum von 2006 bis 2012 gibt der französische Rechnungshof jedoch ein Gesamtdefizit von 800.000 Euro an, und dies zu Lasten aller Steuerzahler Bayonnes. Man kann sich übrigens fragen, wie es möglich ist, einen so schweren Finanzverlust so schnell auszugleichen. Es sind wohl Zuschüsse gewährt worden…

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Bürgermeister und seine Beigeordneten alles versucht haben, um die verzweifelte Finanzlage der Corridas zu minimieren bzw. zu leugnen und deshalb versuchen, unter den Minderjährigen eine möglichst große Zuschauerzahl anzuwerben. Die infolge der Grausamkeit des Spektakels bei den Jugendlichen entstehenden psychischen Schäden spielen dabei ganz offensichtlich keine Rolle und werden ebenfalls geleugnet.

 

Um 14 Uhr startete schließlich vom Rathausplatz die Demonstration, an der sich mehrere hundert Personen beteiligten. Zu unserer großen Freude nahm auch Frau Dagmar Oest, die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg von „Menschen für Tierrechte“ teil. Wie bereits im Mai dieses Jahres in Alès war Deutschland mit einer Banderole, auf der die Logos vom Dachverband Menschen für Tierrechte, SOS-Galgos, ProVegan und der Initiative Anti-Corrida Deutschland abgebildet sind, vertreten.

 

Für mich als Deutsche Bayonnerin war es eine große Freude und Ehre, mit Frau Dagmar Oest, die deutschen Farben als Protest gegen die Corridabarbarei durch Bayonne tragen zu dürfen.

Von Roswitha Marcuzzi

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12th September 2014

Morrissey- The Bullfighter Dies

KULTUR HÖRT DA AUF WO GRAUSAMKEIT BEGINNT

DER STIERKAMPF WIRD STERBEN

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Morrissey bezieht sich auf mehrere spanische Städte, “Mad in Madrid / Ill in Seville / Lonely in Barcelona / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive / Gaga in Málaga / No mercy in Murcia / Mental in Valencia / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive.”

Wenn der Stierkämpfer “stirbt”, der Stierkampf ausstirbt, wird kein mitfühlender, moderner, zivilisierter Mensch diesem auch nur eine Träne nachweinen. Alles was wir wollen, ist das barbarische Spektakel unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur beenden, eine bessere Welt für Mensch und Tier!

Steven Patrick Morrissey war als Texter und Sänger von The Smiths einer der bekanntesten Musiker in den 80er Jahren. 1987 löste sich die Gruppe auf und er begann eine bemerkenswerte Solo-Karriere. Morrissey ist nicht nur bekannt als großartiger Musiker, sondern auch als engagierter Tierrechtler, dies schon zu Zeiten bei The Smith, mit “Meat is murder” (Fleisch ist Mord), “…es ist eine Tod ohne Grund, der Tod ohne Grund ist Mord.” Er hat sogar schon einmal ein Konzert in Kanada als Protest gegen das Robbenschlachten, abgesagt.

Morrissey ist auf Europa-Tour, auch dreimal in Deutschland, am 5. November in Hannover im Capitol, am 23. November in Berlin in der Columbiahalle und am 24. November in Essen im Colosseum Theater.

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8th September 2014

Tordesillas, blutbeflecktes Land – Toro de la Vega 2014

MADE IN (S)PAIN – TORO DE LA VEGA – STEHENGEBLIEBEN IM FINSTEREN MITTELALTER 

Bald ist es wieder soweit, das wohl grausamste Stierspektakel Spaniens, erstmalig zelebriert 1534 – im tiefsten Mittelalter – im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt und weit über seine Landesgrenzen zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt, findet in diesem Jahr am 16. September statt. Elegido heißt der diesjährige, zum Lanzentod verurteilte Stier der ganadería (Stierzucht) Antonio Bañuelos (Burgos).

Beim “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue), der seit 1584 stattfindet, wird ein Stier von Hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich das Leben des Stiers beendet, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken. Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt hinter die Flußaue zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat.

Nach vielen Jahren der Kampagnen und Proteste gegen den Toro de la Vega, ist dieses grausame Spektakel inzwischen dank der spanischen Tierschutzpartei PACMA, die auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit CAS International die Kampagne “Rompe una lanza por el Toro de la Vega” de la lanziert, auch Thema im Europäischen Parlament. Die Vorsitzende Silvia Barquero lädt am 10. September zu einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Brüssel ein. Unterstützt wird sie von den Abgeordneten Anja Hazekamp (Partij voor de Dieren) und Stefan B. Eck (Partei Mensch Umwelt Tierschutz).

Im September 2013 hat PACMA eine Petition an die Europäische Union eingereicht, mit der Forderung zu überprüfen, ob die Tradition des Toro de la Vega die europäische europäischen Gesetzgebung verletzt. Die Europäische Union hat diesen Antrag zugelassen und wird ihn prüfen. Das blutige Spektakel steht im Widerspruch zu Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, welcher Tiere als “sensible Lebewesen” definiert. Diese Stierhatz erfüllt ebenso noch nicht einmal die regionalen Vorschriften von Kastilien und Leon und Verletzung die Artikel 19 und 23 des Dekrets 14/1999. Artikel 19.1 besagt, dass es in allen Volksfesten verboten ist Rinder zu verletzen, stechen, schlagen, festzuhalten, oder auf andere grausame Art und Weise zu behandeln.

José Antonio González Poncela, der Bürgermeister von Tordesillas, äußerte sich folgendermaßen: “Der Stier spürt Schmerz, aber leidet nicht.” Auch sonst halten sich die kritischen Bürger, die es in diesem Ort durchaus gibt, sehr zurück aus Angst vor Repressionen, dokumentiert wurde dies in einer Fernsehsendung, man wollte unerkannt bleiben. Nur 26 Bürger erhlben ihre Stimme gegen den Toro de la Vega, ihre Namen sind der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Am 5. September hat die internationale Stierkampfmafia sogar einen Kongress für den Schutz des barbarischen Spektakels abgehalten. Anwesend waren Stierkampflobbyisten aus Spanien, Portugal, Frankreich und Kolumbien.

Die Tierrechtler befinden sich in Alarmbereitschaft. Es finden zahlreiche Demonstrationen statt, die größte Kundgebung wird am 13. September in Madrid erwartet.

Die Aktivisten sind gut über die sozialen Netzwerke vernetzt, die Bewegung Okupa Tordesillas ruft auch in diesem Jahr wieder dazu auf, den Ort der Schande zu stürmen. Auch Anonymous ist aktiv. Werden sie in diesem Jahr den Tod von Elegido verhindern können? Werden genug Mutige sich nach Tordesillas begeben, so viele, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann weil die Sicherheit der Teilnehmer der Stierhatz nicht gewährleistet werden kann?

Alle bisherigen Artikel über den Toro de la Vega: http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

Was Sie tun können:

Informieren sie die Medien, je mehr Themenvorschläge dort eingehen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass berichtet wird.
Unterzeichnen sie die folgenden Petitionen
Beteiligen Sie sich an der Kampagne “Rompe una lanza por el Toro de la Vega”

¡Firma por el fin del Toro de la Vega! – Unterschreibe für ein Ende des Toro de la Vega!
Nombre – Familienname
Apellido – Vorname
danach die Email Adresse eintragen
Acepto la política de privacidad – “Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen” markieren.
auf Firmar – unterschreiben – klicken

Súmate a nuestra campaña – Schließe dich unserer Kampagne an
Bitte ein Foto mit einem Plakat machen was man ausdrucken kann. Bei: Hazte una foto con este cartel, auf das grün hinterlegte “este cartel” klicken und das Plakat ausdrucken. Dann den Namen und die Email Adresse eintragen, das Foto hochladen, wieder Acepto la política de privacidad markieren und auf Enviar klicken.

Alle blau hinterlegten Wörter sind Verlinkungen!

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3rd September 2014

Frankreich: Brutale Repression in Maubourguet

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Am Samstag den 23. August versuchten Aktivisten für die Abschaffung der Stierkämpfe in Maubourguet, einem Dorf in Südwestfrankreich, einen Stierkampf zu verhindern. Die Stierkampfgegner, unter ihnen viele Frauen, waren friedlich, einige sind in die Stierkampfarena gesprungen, andere ketteten sich mit einem Schloss auf dem Gelände fest, einzig und allein mit der Absicht, das Leben von jungen Stieren zu retten.

Dieser ehrenhafte Versuch wurde jedoch mit brutaler Gewalt von der CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité – Spezialeinsatzkräfte der französischen Polizei) und vielen Stierkampfanhängern niedergeschlagen. Das Ergebnis der Eskalation brutaler Polizeigewalt, unterstützt von fanatischen Stierkampffans ist beängstigend. Aktivisten wurden mit Eisenstangen und Haken, die zum Ebnen des Sandes in der Arena verwendet werden geschlagen. Es gab nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch Schwerverletzte! Der Träengaseinsatz war so stark, dass Zuschauer und Toreros evakuiert werde mussten, dies dauerte gute zwanzig Minuten lang.

Gegen 23.30 Uhr, als alle Aktivisten auf unterschiedlichste Art und Weise aus der Arena hinaus befördert waren, wartete auf Jean-Pierre Garrigues von CRAC Europe eine böse Überraschung. Überfallartig wurde er von 7 oder 8 Beamten der CRS brutal zu Boden geworfen und für 20 Stunden in Polizeigewahrsam genommen. Erst am Sonntag gegen 19 Uhr wurde Garrigues freigelassen.

Jean-Pierre Garrigues ist einer der in der Öffentlichkeit wohl bekanntesten Köpfe von CRAC Europe. Er ist Doktor der Ökologie, Ingenieur für Bau-, Wasser-und Forstwirtschaft, Professor für Wirtschaftswissenschaften und Vorstandsvorsitzender von CRAC Europe.

Der komplette Name der Organisation CRAC Europe lautet: CRAC Europe für den Schutz der Kindheit. Beim Thema Stierkampf geht es nicht nur um Tierquälerei, sondern auch um den Schutz der seelischen Gesundheit von Kindern, die in Stierkampfschulen das Töten lernen und als Zuschauer abscheulicher Gewalt ausgesetzt sind. Die kürzlich erstmalig für Portugal ausgesprochene Empfehlung der UNO, Kinder von der Gewalt des Stierkampf fernzuhalten, ist selbstverständlich auch auf die anderen Stierkampfländer übertragbar.

Kein einziger Stierkampffan und kein einziger CRS wurden von den Aktivisten verletzt. Wie 2011 in Rodilhan und 2013 in Rion des Landes sind die Opfer der Gewalt einzig und allein auf Seiten der Anti-Stierkampf-Bewegung und selbstverständlich, wie immer, auf Seiten der Stiere. Wie ist diese Beschneidung der Grundrechte auf Versammlungsfreiheit, verankert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, zu erklären? Wie kann es sein, dass die Polizei immer wieder ungesühnt Tierrechtler niederknüppelt? Befinden sich vielleicht zahlreiche Aficionados auf Seiten der CRS, bzw. der Befehlshaber und Politiker? Ist es ein erbärmlicher Versuch die Tierrechtsbewegung mundtot zu machen? Frankreich ist in Europa bekannt für seine rechtswidrige Polizeigewalt und wird deswegen auch von Amnesty International kritisiert.

In der französischen Regierung gibt es mehrere Pro-Corrida-Minister. Manuel Valls, Premier Minister der Regierung Hollande, spanischer Herkunft und leidenschaftlicher Corridaanhänger, sorgt dafür, dass Anti-Stierkampf-Demonstranten möglichst brutal behandelt werden. Er ist ohne Zweifel für den brutalen Einsatz verantwortlich. Dazu kommt der erschwerende Umstand, dass an diesem Abend der Kommandeur der CRS-Truppe ausgerechnet ein Aficionado – ein Stierkampf-Fan – war. Auf dem Video ist er leicht zu erkennen. Er ist der etwas ältere kahlköpfige CRS.

Polizeigewalt: Das Video zeigt u.a. einen auf dem Boden liegenden Aktivisten der von Beamten der CRS geschlagen und getreten wird, ebenso einen Kameramann, der aufgefordert wird, das Filmen einzustellen.

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Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt. Stierkampf ist grausam und schadet der seelischen Gesundheit und dem Wohl der Gesellschaft. Schon Albert Schweitzer (1875-1965) bemerkte: Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.

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26th August 2014

ANTISTIERKAMPFDEMOS IN SÜDFRANKREICH JULI 2014 – Eine deutsche Stierschützerin berichtet

Saint Paul les Dax – Zwischen Pflichtbewusstsein und Menschlichkeit: Schrei des Kälbchen trifft auch Beamte in Uniform

Am Samstag, den 12. July hat um 18 Uhr eine Novillada ohne Picador in Saint Paul les Dax stattgefunden. Bei einer Novillada werden vier Stierkälbchen, die keine drei Jahre alt sind, von jungen Folter- und Mordlehrlingen zu Tode gefoltert. Wie jung die Toreros und wie zierlich und schwach auf den Beinen die Kälber noch sind kann auf diesem kurzen Video, das keine grausamen Bilder enthält, festgestellt werden:

http://www.dailymotion.com/video/xh4sdc

Die Leiden der jungen Opfer sind wohl kaum vorstellbar. Diese wehrlosen Tierkinder sind physisch und psychisch für eine solche Tortur noch weniger gewappnet als ihre älteren Brüder. Das erste Kälbchen hat so geschrieen, dass man es draußen hörte, und jemand rief, das Kälbchen schreie nach seiner Mutter. Da kamen einer anwesenden Polizistin die Tränen. Sie weinte und musste sich entfernen, um sich wieder zu fassen. Anderen Polizisten standen auch die Tränen in den Augen.

Soustons – Rosen für die Folterin

Video: Eine französiche Schande: Léa Vicens – Stierkampf zu Pferd

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Am Tag danach, den Sonntag, 13. Juli, bin ich nach Soustons, einer kleinen Stadt in den Landes, im tiefen Südwesten Frankreichs, gefahren. Dort feierte man an diesem Wochenende einhundert Jahre Stierfoltermassaker, sprich: Corrida. In der Tat, ein ehrwürdiges Jubiläum. Ich fuhr bis Saint Vincent de Tyrosse, einer Stadt mit den selben blutigen Qualbelustigungen – am Sonntag darauf fand besagtes Spektakel auch dort statt – und fragte dort nach dem Weg nach Soustons (ehemaliger Sommersitz von Francois Mitterrand). Zwei ältere Damen kamen auf mich zu und fragten mich, ob ich Engländerin sei. Als ich antwortete, ich sei Deutsche, sagten sie gut gelaunt: „Heute Abend werden die Deutschen gewinnen.“ Ich fragte mich, ob diese netten Damen auch zu jenen gehören, die dieses grausame Spektakel für ihr traditionelles Kulturgut halten. Man sagte mir, der geschätzte Prozentsatz der Corridaanhänger in den Landes, einem der am schlimmsten Corridaverseuchten Departements, liege eigentlich nur bei geschätzte 20% bis 30%.

Ich bin also dann zu der Anti-corrida-Demonstration nach Soustons gefahren. „Hundert Jahre Corrida in Soustons“ verkündeten überall festliche Banderolen und Plakate. Dazu hörte man überall lustige Festmusik. Die Antis fanden sich an der Absperrung 50 Meter vor der Arena ein. Dort gab es viel Polizei, die Folter-und Massaker Schaulustigen kamen scharenweise an, teilweise mit christlichem Kreuz am Hals, wohl um die Unschuld zu beschützen. Die katholische Kirche mit ihrer langen Foltertradition ist auch hier mit von der Partie: vor der Corrida segnet ein Geistlicher Arena und Toreros. Der Gerechtigkeit halber möchte ich aber erwähnen, dass sich in Frankreich Priester für das Ende der Segnung der Toreros durch katholische Priester einsetzen.

Siehe hierzu:
ANTI CORRIDA : DES PRÊTRES DISENT NON AUX AUMÔNERIES DANS LES ARENES AVEC LE CRAC EUROPE !
www.protection-animale-catholique.org

Für Folter und Tod des ersten Stieres sorgte eine Torera, ein weibliches Wesen, und wie man mir sagte, noch dazu schön anzusehen. Wir konnten dann auch beobachten, wie viele Rosensträucher, gelb und rot, zur Arena gebracht wurden. Nach ihrer Gräuelvorstellung sollte die Dame würdig geehrt werden. Vorher wurden aber von der Polizei alle Taschen der Corridabesucher sorgfältig durchsucht, um jede Gefahr abzuwenden, die vom eventuellen Eindringen todesmutiger Antis in die Arena dem Spektakel drohen könnte. Im August 2013 war ein Anti ins Koma geschlagen worden und ein anderer musste mit einer Gehirnerschütterung ebenfalls mit Hubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert werden – Siehe hierzu: Frankreich: Spektakuläre anti-Stierkampf Aktion – acht Verletzte, einer im Koma. Bestürzend war auch die grosse Anzahl von Kindern aller Altersklassen, von 3- und 4 Jährigen angefangen, die von ihren Eltern in die Arena, manchmal gegen ihren Willen, mitgenommen bzw. getragen wurden, und auch viele Jugendliche gingen fröhlich und gutgelaunt zu diesem blutigen Ort, wo Folter, Leiden, Agonie und Tod zum grausamen Schauspiel gemacht werden. Es gibt ein Gesetz, das Kinder vor dem Anblick grausamer Vorgänge schützt. Aber dieses Gesetz gilt nicht für Corridas (siehe hier wie ein kleines Mädchen nicht zur Corrida will:

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In diesen ländlichen Gegenden, wo es offensichtlich an moralisch gesunder Kreativität fehlt, sind die kleinen Arenen oft bis zum letzten Platz gefüllt.

Anders als in Saint Paul les Dax am Vortag gingen die meisten Polizisten mit den Aficionados in Soustons recht kumpelhaft um, was mich dazu trieb „Police complice“ zu skandieren. Aber einer kam auf mich zu und lächelte mich an. Ich verstand es als Botschaft.

Von Roswitha Marcuzzi (mit Marika Marcuzzi)

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26th August 2014

Horror-Finca bei Madrid – Guardia Civil rettet 52 Hunde

Am Montag rettete die Guardia Civil in Villa del Prado (Madrid), 52 Jagdhunde, mehr als ein Dutzend Hunde mussten wegen ihres kritischen Zustandes in eine Tierklinik überführt werden. Der Besitzer der Hunde wird wegen mutmaßlicher Tierquälerei angeklagt. Mehr als die Hälfte der Hunde sind ohne Mikrochip. Gehalten wurden sie auf einem Gelände von knapp 30 Quadratmetern in Zwingern von 2 x 1 Meter, in Gruppen von bis zu 7 Hunden. Einige der Hunde hatten mit Messern kopierte Ohren, auch wurde auf dem Gelände mehrere tote Hunde in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung gefunden. Die Hunde lebten unter miserablen hygienischen Umständen, Hundenäpfe waren mit Kot und Urin verschmutzt, sind unterernährt und verängstigt.

An der Rettungsaktion waren mehr als 10 Tierschutzvereine beteiligt. Folgendes Video stammt von der Organisation El Refugio, die als Hauptkläger gegen den Tierquäler auftritt. Diese Organisation, die bekannt dafür ist sich gerne in das Licht der Öffentlichkeit zu stellen, hat allerdings nur 3 Hunde übernommen.

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Quellen:
farodevigo.es
cronicanorte.es

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21st August 2014

Erinnerung an die Podencos von La Font D´en Carròs

Am 10. August 2013 erhielt der Tierschutzverein Galgos 112 einen Anruf der örtlichen Polizei aus La Font D´en Carròs und bat um Hilfe für 59 Jagdhunde, überwiegend Podencos, die unter tierschutzwidrigen Umständen in einem sogenannten “zulo” gehalten wurden. Als sie am kommenden Tag gemeinsam mit einem Team Tierärzte den Verschlag öffneten, bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick – Bilder sagen mehr als Worte.

Inzwischen ist ein Jahr vergangen. Diese Hunde konnten aus der Misere gerettet und ihnen ein besseres Leben ermöglicht werden. In Spanien gibt es hunderte von zulos mit Podencos, Galgos und anderen Hunden die für die Jagd benutzt werden. Hunde, die niemals aus dieser Situation raus kommen, die ihr ganzes Leben so verbringen müssen.

59 Hunde an einem Tag zu retten ist eine sehr schwere und komplexe Arbeit und wäre ohne Hilfe nicht möglich gewesen. Galgos 112 dankt allen Helfern: Tierärzten, nationale und internationale Tierschutzverbände, Pflegestellen, Sicherheitsleuten, Tierpensionen, Ethologen, Hundetrainern, Hundefriseuren, Spezialgeschäften, Medien und allen Personen die geholfen haben mit ihren Autos, ihren Häusern und ihren Spenden.

Und vor allem den Adoptanten. Dies alles hätte keinen Sinn, ohne die Familien die sich entschieden haben diesen unvergleichlichen Gefährten eine Chance zu geben: den Podencos. Jedes Jahr werden in Spanien tausende von Podencos für die Jagd ausgebeutet, die dafür ein Leben extremer Misshandlung erleiden müssen. Viele von ihnen werden umgebracht, wenn sie nicht mehr nützlich sind. Diejenigen die es schaffen dies zu überleben, hoffen eine Familie zu finden in der sie ein würdiges Leben führen können.

 

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28th Juli 2014

Demonstration gegen Stierkämpfe in Alès, Frankreich am 31. Mai 2014

Demonstration gegen Stierkämpfe in Alès, Frankreich am 31. Mai 2014


Flaggen der 3 Organisatoren © CRAC Europe

Organisiert von CRAC Europe, der Stiftung Fondation Brigitte Bardot und dem belgischen Verein Animaux en Péril


Banner © CRAC Europe

Aus Süddeutschland kommend haben wir mühsam unseren Weg bis zum Treffpunkt gefunden. Viele Straßen waren gesperrt und Gendarmen standen vor Barrikaden. Unseren Weg dorthin suchend und wegen Einbahnstraßen immer wieder im Kreis fahrend, haben wir schließlich die Bäume des Parc du Colombier und die Fahnen der Vereine erkannt.


Blockierte Strassen © Michel Pourny

Über 4000 Demonstranten


Unser Treffpunkt im Park © Michel Pourny

Welch eine gute Idee, den Treffpunkt in einem Park festzulegen! Es war ein sehr schöner Tag, um 12 Uhr war es bereits sehr heiß und wir haben uns nach der langen Anreise gefreut, unsere Beine ausstrecken und die Frische des Parks genießen zu können. Viele Demonstranten warteten im Schatten der Bäume. Die Stimmung war heiter, alle schienen sehr froh, dabei zu sein. Viele stärkten sich beim vegetarischen Imbiss. Da wir uns auf deutsch unterhielten, wurden wir oft in deutscher Sprache angesprochen. Germanophile Aktivisten drückten ihre Freude aus, dass wir von so weit gekommen waren, und manche zeigten uns auf ihrem Handy sogar Fotos von ihrem letzten Aufenthalt in Deutschland. Weiterlesen »

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