26th April 2015

ZOE, Schäferhund-Galgo Hündin, sucht eine Familie

Wie so viele andere spanische Hunde wurde auch unsere süße Zoe von ehrenamtlichen Helfern unseres dortigen Partner-Tierheims Albolote/Granada auf der Straße aufgelesen. Ihrem Verhalten nach zu schließen hat die arme Hündin in ihrer Vergangenheit nichts Gutes von Menschen erfahren, denn gerade bei Fremden ist Zoe anfangs sehr ängstlich und verschreckt und scheint das Schlimmste zu erwarten. Erst wenn sie merkt, dass ihr niemand etwas Böses will, kann sie entspannen und blüht dann regelrecht auf.

Obwohl Zoe im allerbesten Hundealter ist, wunderschön und edel wirkt, hat sich in den zwei Jahren (!!!), die sie im Tierheim Albolote/Granada verbracht hat, leider nie jemand für sie interessiert. Dabei ist Zoe trotz ihrer anfänglichen Schüchternheit eine absolut liebe Hündin, sehr gutmütig, freundlich zu Mensch und Tier und bestens verträglich mit ihren Artgenossen, ganz egal ob Hündinnen oder Rüden. Wir fanden daher, dass es höchste Zeit ist, ihr eine Chance zu geben und holten sie Mitte März zu uns nach Kronach.

Und wir bereuen es nicht, denn Zoe ist ein echter Schatz, der bisher einfach nur noch nicht entdeckt worden ist. Freilich, wir wollen nicht verschweigen, dass Zoe bei unbekannten Personen anfangs recht ängstlich ist und Zeit braucht, um aufzutauen. Sie ist zwar nicht panisch, aber sie geht auch nicht direkt fröhlich auf Unbekannte zu, sondern reagiert erst einmal zurückhaltend. Wenn man zu schnell auf sie zugeht, duckt sie sich oder legt sich flach auf den Boden, um ihre Unterwürfigkeit zu demonstrieren, ganz nach dem Motto „Tu mir bitte nichts, ich tu Dir auch nichts…“. Sie ist aber in jeder Situation ohne weiteres anfassbar, absolut gutmütig und würde niemals schnappen.

Wenn man Zoe Zeit lässt und sie anfangs nicht zu sehr bedrängt, fasst sie aber schnell Vertrauen. Dabei hilft es ungemein, wenn man gar nicht weiter auf ihre Angst eingeht, sondern sich ganz ungezwungen und relaxed verhält. Dann versteht sie am ehesten, dass ihr nichts Bedrohliches bevorsteht, sondern alles ganz normal ist. Am schnellsten taut sie auf, wenn man etwas mit ihr herumkaspert, das findet sie ganz toll und spricht schnell darauf an. :-)

Hat man einmal Zoes Vertrauen gewonnen, ist sie der beste und treuste Gefährte, den man sich wünschen kann. Sie weicht ihrer Bezugsperson nicht von der Seite, stupst sie immer wieder liebevoll mit der Nase an oder „grinst“ sie an, immer auf der Suche nach Streicheleinheiten und Zuwendung. Zoe hat nämlich gerade erst entdeckt, wie schön Schmusen und Zärtlichkeit ist und kann nicht genug davon bekommen. Wenn man sich zu ihr setzt, robbt sie ganz nahe an einen heran, schmiegt sich an oder kuschelt sich sogar auf den Schoß ihrer Bezugsperson, um sich genüsslich streicheln zu lassen. Als Dankeschön leckt sie einem dann zärtlich die Finger oder schaut einen derart schmachtend an, dass man sie einfach gern haben muss.

Auch beim Spazierengehen ist Zoe traumhaft. Sie zieht nie an der Leine, sondern läuft meist direkt neben ihrer Bezugsperson und behält diese immer im Auge. Auf ihren Namen hört sie schon gut, alle anderen Kommandos muss sie aber erst noch lernen. Man merkt aber jetzt schon deutlich, dass Zoe ihrem Menschen unbedingt gefallen und ihm alles recht machen möchte. Da sie sehr auf ihren Menschen bezogen ist und dieser für sie den Mittelpunkt darstellt, denken wir, dass Zoe irgendwann auch mal ohne Leine laufen kann – dies natürlich erst nach einer ausgiebigen Eingewöhnungszeit! Jagdtrieb konnten wir bisher überhaupt nicht feststellen, denn Zoe achtet bislang nur auf ihre Bezugsperson. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sie mit der Zeit doch noch die interessanten Wildspuren entdeckt….

Wenn sie sich hinter einem schützenden Zaun befindet, zeigt sich Zoe übrigens durchaus wachsam und verbellt fremde Passanten. Ohne Gitter ist sie allerdings klein mit Hut und könnte keiner Fliege ein Haar krümmen. :-)

Mit ihren Hundekumpels versteht sich Zoe sehr gut. Gegen einen souveränen Zweithund als Kameraden hätte sie sicher absolut nichts einzuwenden. Von ihm könnte sich die schlaue Hündin sicher auch einiges abschauen. Wir könnten uns sogar vorstellen, dass sie auch mit einer Katze auskommen würde. Das könnten wir im Zweifelsfall vor einer Vermittlung auch noch testen.

Leider wissen wir nicht, ob Zoe schon jemals in einem Haus gelebt hat. Da sie in ihrem Tierheim-Zwinger jedoch sehr sauber, ruhig und brav ist, denken wir, dass sie sich gut benehmen wird. Sie hat bei uns noch nie etwas kaputt gebissen, sie ist kein Kläffer und wartet mit ihrem Geschäftchen, bis sie raus darf. In der Anfangszeit könnte es allerdings vorkommen, dass sie vor lauter Schreck mal einen „Angst-Pipi“ macht, wenn sie sich zu bedrängt fühlt. Ihr Körbchen und die gemütlichen Decken liebt sie sehr und kuschelt sich gerne hinein. Wir denken, dass Zoe ein sehr angenehmer Hausgenosse wäre, der Geborgenheit und Sicherheit sehr schätzen würde. Auch im Auto fährt sie übrigens brav mit.

Wir wünschen uns für unseren Liebling eine verständnisvolle, liebe Familie, die ihr die Zeit gibt, in Ruhe ihr neues Zuhause samt Umgebung kennenzulernen und die Zoe das Tempo bestimmen lässt. Vernünftige, schon etwas ältere Kinder wären sicher kein Problem. Wir hoffen sehr, dass sich bald Menschen mit einem Händchen für Angsthasen finden, die sich direkt in Zoe verlieben. Sie sitzt jetzt wirklich schon viel zu lange im Tierheim und wäre doch so gerne endlich geliebtes Familienmitglied! Und last, but not least hat Zoe doch so viele gute Eigenschaften, die ihrer Familie zugute kommen würden. Möchten Sie Zoe zeigen, wie schön die Welt außerhalb des Tierheims für sie sein kann?

„Zoe“, weiblich, kastriert, Schäferhund-Galgo, geb. 01.02.12, 60 cm

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

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22nd April 2015

Die Unterdrückung der Anti-Stierkampf-Bewegung

Die Tierrechtsbewegung gerät immer mehr ins Visier ihrer Gegner, besonders zeigt sich dies nun in Spanien bezüglich der Anti-Stierkampf-Bewegung, die man versucht mundtot zu machen – Proteste vor den Stierkampfarenen werden verboten! Wie El Pais verlauten lies, ist für diese Beschneidung der Grundrechte ist das spanische Kultusministerium verantwortlich, dem das Thema Stierkampf unterliegt. Der Auftrag an die Polizei, Demonstrationen vor Stierkampfarenen aufzulösen, wurde vom spanischen Innenministerium an die Polizei gerichtet. Nicht nur das, auch die sozialen Netzwerke und E-Mail Konten stehen im Visier der Ermittler, hier wird recherchiert, wer plant, an Demos gegen Stierkampf teilzunehmen.

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28th März 2015

Hilferuf der Tierauffangstation La Candela – Hilfe vor Ort dringend benötigt

Durch eine Nachbarschaftsproblematik musste ein kleiner spanischer Verein, La Candela, seine tierfreundliche Auffangstation mit Rudelhaltung aufgeben und die Hunde , die dort Schutz gefunden hatten, wurden in eine Pension mit winzigen Zwingern ohne jede Lebensqualität gesperrt.
Lucia und ihre Freunde gaben aber nicht auf, erwarben auf Kredit Land in der Extremadura wo sie nun versuchen eine dauerhafte Möglichkeit zu schaffen, Tiere zu retten.

Dazu müssen viele staatliche Auflagen erfüllt werden die eine Menge Geld kosten, im Gegenzug muss zeitgleich eine horrende Summe an die Pension bezahlt werden damit die Hunde am Leben bleiben können. Ein Teufelskreislauf, der ohne Unterstützung nicht bewältigt werden kann! Es wird dringendst das Geld gebraucht das hilft alle Vorgaben zu erfüllen, damit die Hunde frei kommen können und anstatt Pensionskosten endlich wieder Tierarztkosten gezahlt werden können…..

La Candela besteht aus einer kleinen Gruppe veganer junger Menschen, die den Mut haben ihren Weg zu gehen, und an das Gute auf dieser Welt glauben. Sie kämpfen für die recht – und stimmlosen Opfer der menschlichen Willkür und symbolisieren eine Zukunft voller Verantwortung
allem Leben gegenüber.

Wie sie helfen können: Bitte besuchen sie die Kampagnenseite INDIGO: Ayudanos a traer al Santuario a nuestros perros!, wenn Sie nach unten scrollen erscheint auch der deutsche Text.

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27th März 2015

Helfen Sie CRAC Europe den Stierkampf abzuschaffen

Wir brauchen Sie! Zusammen werden wir die Unmenschlichkeit zurückdrängen bis wir die Abschaffung dieser niederträchtigen Praktiken erreicht haben werden. Unterschreiben Sie und verbreiten Sie diese online-Petition:

Petition bei change.org: Aidez le CRAC Europe à obtenir l’abolition de la corrida

www.anticorrida.com

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13th März 2015

Staatsanwaltschaft fordert 4 Jahre Haft für die Betreiberin der Perrera Torremolinos

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Lange war es ruhig um den Skandal der Perrera PARQUE ANIMAL in Torremolinos, der im November 2010 an das Licht der Öffentlichkeit kam. Die Betreiberin hat nicht nur eine Millionen Euro veruntreut, sondern auch in den beiden Jahren zuvor aus Profitgier mehr als 2 200 Tiere illegal eingeschläfert. Die Tiere erlitten einen langen qualvollen Todeskampf. Nun endlich stehen die Verantwortlichen vor dem Richter.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die Betreiberin vier Jahre Haft, für jeden weiteren Angeklagten ein Jahr im Gefängnis für das kontinuierliche Verbrechen der Tierquälerei, ferner ein dreijähriges Verbot einen Beruf auszuüben der mit Tieren zu tun hat und für das Delikt der Amtsanmaßung eine Geldbuße von 7 200 Euros.

Quelle: laopiniondemalaga.es

Alle bisherigen Veröffentlichungen mit ausführlichen Informationen zum “Massenmord”: Tierschutzverein Torremolinos 1 Millionen Euro veruntreut

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10th März 2015

Stierkampf in seiner kunstvollsten Vollendung: El arte de matar / Die Kunst des Tötens

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Text und Gesang: La Ruina
Klang: José Tapia
Video: Jaime Alekos
Februar 2015

Das was sie gerade gesehen haben – oder vielleicht auch nicht in der Lage waren, es sich genau anzuschauen – ist das, was die Stierkampflobby “Kunst” nennt und von der UNESCO als Weltkulturerbe schützen lassen will.

Sie sind entsetzt? Wussten Sie, dass in Spanien schon Kleinkinder an den Stierkampf herangeführt werden, um ihnen zu lehren, dass derjenige, der ein von Natur aus friedfertiges Lebewesen tötet, ein Held ist? Sie sind schockiert?
Dann unterstützen Sie die Anti-Stierkampf-Bewegung wann immer es Ihnen möglich ist! Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte Petitionen, kommentieren Sie bitte in Zeitungen, wenn Sie Ihren Urlaub in Spanien verbringen und in ihrem Hotel wird Werbung für den Besuch einer Corrida gemacht, sprechen sie die Mitarbeiter und den Hotelmanager darauf an, dass so eine Tierquälerei nicht akzeptabel ist und Sie Ihren nächsten Urlaub in einem tierfreundlichen Hotel buchen werden.

Alles was Sie über Stierkampf wissen sollten: http://www.sos-galgos.net/c/stierkampf

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7th März 2015

Drama in Nordspanien – Mehr als 10 000 Tiere ertrunken

Die spanische Tierschutzpartei PACMA  verbreitet unter den Medien die schrecklichen Bilder der Überschwemmungen des Ebro. Sterbende Tiere, zusammen mit Kadavern auf Muldenkippern auf dem Weg zum Schlachthof. Die Regierung von Aragon hat keinen Finger gerührt um die Tiere zu retten, trotz der Aufforderung von Aktivisten, die sich mobilisiert haben um den Tieren zu helfen. Die Regierung hat noch nicht einmal dafür gesorgt, dass sie einen “gnädigen” Tod finden, viele Tiere haben tagelang gelitten. PACMA bittet darum, dies zu verbreiten, damit die Menschen sehen, was mit den mehr als 10 000 zum Schweigen gebrachten Opfern geschehen ist.

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2nd März 2015

Kindesmissbrauch in Spanien – Skandal!

Lange war es in den Medien relativ ruhig um das Hirngespinst der Stierkampflobby, das blutige Geschäft unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur, von der UNESCO als Immaterielles Weltkulturebe schützen zu lassen. Eine Abschaffung der Stierkämpfe würde dann als Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge betrachtet.

Hinter den Kulissen ist jedoch viel passiert, unermüdlich arbeitet die international vernetze Lobby des blutigen Spektakels daran, ihrem Ziel ein wenig näher zu kommen. Am vergangenen Wochenende tagte der 1. Internationale Kongress für Stierkampfkunst in Albacete, Teil des Programms war der Stierkampf-Unterricht für Kinder, der bei vielen Spaniern für Empörung sorgte.

 

Lesenswert sind der Artikel “Stierkampf: Schon Kleinkinder lernen das Töten” in den Salzburger Nachrichten und “Padilla: Corrida jetzt auch in der Krabbelgruppe”, des deutschsprachigen Stierkampfportals Toropress, welches den Stierkampf aus einem ganz besonderen Blickwinkel betrachtet.

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8th Februar 2015

Madrid 08.02.2015 – Demonstration gegen die Jagd mit Galgos und anderen Jagdhunden

Am heutigen Sonntag findet in Madrid zum wiederholten Male eine Demonstration für ein Jagdverbot mit Galgos und anderen Jagdhunden statt. Die Kundgebung findet von 12:00 bis 13:00 Uhr auf dem Platz Puerta del Sol statt, um 13:00 Uhr werden die Demonstranten richtig Madrider Rathaus ziehen.

Das Kollektiv “No a la caza con galgos y otras raza” (Keine Jagd mit Windhunden und anderen Rassen) hat für dein heutigen Sonntag den 5. Oktober zu einer Demonstration in Madrid aufgerufen, eine Demonstration gegen die Misshandlung der Jagdhunde, für eine Beendigung der Jagd mit Galgos. Organisiert wird die Kundgebung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Tierschutzvereinen

Unter dem Motto “Detengamos la carnicería” (Wir stoppen das Abschlachten) beginnt der Marsch um 12 Uhr an der Puerta del Sol und führt bis Cibeles. Mit diesem Protest wollen die Tierschützer sowohl die Regionalregierungen als auch die Landesregierung dazu auffordern, die Jagd mit Hunden zu verbieten.

Inoffiziellen Zahlen zufolge, werden jährlich mehr als 50.000 Jagdhunde, vor allem Windhunde, in Spanien “aufgegeben”, man geht aber von einer noch höheren Anzahl aus. Diesbezüglich ist zu beachten, dass es in Spanien 190.000 Galgueros mit 500.000 registrierten Windhunde gibt und dass die große Mehrheit der Jäger keinem Verband angeschlossen und die meisten Hunde nicht registriert sind.

 

Die Galgos, die für die Jagd nicht mehr geeignet sind, werden am Ende der Jagdsaison legal zur Tötung in einer staatlichen Auffangstation abgegeben, ausgesetzt, erhangen oder auch in einem Brunnen ertränkt. Glücklich schätzen können sich die Hunde, die in einem Tierheim abgegeben werden. Jagdhunde sind ein bloßes Instrument, zum Benutzen und Wegwerfen.

Die Veranstaltung bei Facebook: MANIFESTACIÓN EN CONTRA DE LA CAZA CON GALGOS Y OTRAS RAZAS.

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6th Februar 2015

Galgo-Mix Naria sucht eine liebevolle Familie

Vor einem Jahr habe ich Naria schon einmal vorgestellt. Leider hat sie noch immer keine Familie gefunden, also auf ein Neues mit aktueller Beschreibung.

Angesichts von Narias Muskeln könnte jeder Bodybuilder vor Neid erblassen. Unglaublich, was für stahlharte Muskelpakete Naria auf Brust und Beinen sitzen hat! Man sieht auf den ersten Blick: Diese Hündin ist kein Stubenhocker, sondern möchte ein aktives Leben mit viel Action und Abwechslung führen!
Tatsächlich ist Naria eine temperamentvolle und unternehmungslustige Powerfrau, die viel Auslauf und Beschäftigung einfordert. Sie liebt es, zusammen mit ihren Bezugspersonen lange Wanderungen zu unternehmen, wobei ihr kein Weg zu weit oder zu anstrengend sein kann. Gerne schnüffelt sie unterwegs hier und da, interessiert sich für alles oder apportiert ihr Bällchen. Es gibt beim Spazierengehen aber auch sooo viel interessantes Neues zu entdecken und so weiß Naria manchmal gar nicht, wo sie zuerst hinschauen soll!

Naria hat aber auch viel nachzuholen. Über zwei Jahre lebte sie in unserem spanischen Partner-Tierheim Albolote/Granada – zwei Jahre ohne Spaziergänge, ohne Auspowern, ohne innige Streicheleinheiten. Denn auch wenn sich unsere Kollegen in Spanien wirklich alle Mühe geben, sind die wenigen Helfer in einem Tierheim mit rund 250 Hunden einfach heillos überfordert. Vor einem Jahr durfte Naria daher zu uns nach Kronach umziehen. Eigentlich hätten wir gedacht, recht schnell eine Familie für diese bildschöne Hundedame zu finden. Doch bisher hatte Naria leider noch kein Glück. Das können wir überhaupt nicht verstehen, denn Naria sieht nicht nur rassig und toll aus, sondern hat auch einen superlieben Charakter.

Was ihr Verhalten uns Menschen gegenüber betrifft, lässt sich absolut nichts Negatives sagen. Naria ist überaus freundlich zu allen Besuchern und freut sich über jeden, der ein bisschen Zeit mit ihr verbringt. Obwohl sie durchaus eine starke und selbstbewusste Hündin ist, ordnet sie sich willig unter, sie lässt sich was sagen, ist gutmütig und begehrt nicht auf. Natürlich sollten ihre Bezugspersonen aber auch konsequent und souverän mit ihr umgehen. Schmusen findet sie ganz klasse und so lässt sie sich gerne von vorne bis hinten knuddeln und drücken und schmiegt sich auch gerne mal an.

Leider wissen wir nicht, ob sie schon einmal Kontakt mit Kindern hatte, daher würden wir sie lieber in eine Familie vermitteln, in der nur größere Kinder oder Jugendliche leben.

Bei anderen Hunden entscheidet Naria ganz nach Sympathie. Hier kann sie leider etwas zickig sein. Mit manchen Hunden versteht sie sich auf Anhieb, mit anderen wiederum gar nicht. Sie scheint ihre Vorliebe bzw. Abneigung übrigens nicht am Geschlecht fest zu machen. In ihrer eigenen Familie sollte sie auf jeden Fall nur als Einzelhund leben, da sie sich gern als Chefin sieht und ihren Hundekollegen sicher in die Rolle des „Mobbing-Opfers“ drängen würde.

Was Narias Erziehung betrifft, müssen wir sie sehr loben! Als sie bei uns ankam, hatte sie vom kleinen Hundeeinmaleins nicht die geringste Ahnung, sie kannte nicht einmal ihren Namen geschweige denn irgendein Kommando und benahm sich teilweise sehr ungestüm und rüpelhaft. Das hat sich inzwischen jedoch so grundlegend geändert, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Zu verdanken hat dies Naria ihrer Gassigeherin, die sie mehrmals pro Woche zum Spazierengehen mitnimmt und dabei auch mit ihr übt. Inzwischen muss man wirklich sagen, dass Naria für einen Windhund top erzogen ist. Sie kommt sofort angerannt, wenn man sie ruft und reagiert sogar auf das leiseste Flüstern oder minimale Handbewegungen. Das zeigt uns, dass sie sehr intelligent und lerneifrig ist. Sie hatte vorher einfach niemanden, der ihr die Grundregeln des Hunde-Benimms beigebracht hat. Nun zeigt sie voller Stolz und Begeisterung, was alles in ihr steckt!

Natürlich muss man sich im Klaren darüber sein, dass ein Galgo kein Schäferhund ist. Zu perfektem Kadavergehorsam wird man Naria niemals drillen können. Sie wird immer ein Stück weit ihren eigenen Kopf behalten. Das ist rassetypisch und auch gut so.

Ebenfalls rassetypisch ist Narias ausgeprägter Jagdtrieb. Denn auch wenn sie normalerweise sofort gehorcht, könnte sie einer leckeren Hasenfährte sicher nicht widerstehen. Das liegt an ihren Genen und lässt sich auch nicht „wegerziehen“. Immerhin werden Galgos in Spanien seit Jahrhunderten zur Jagd gezüchtet. Naria sollte beim Wandern daher besser an der Leine bleiben. Wir empfehlen jedoch eine lange Schleppleine, damit Naria mehr Spiel hat und auch mal flitzen kann – denn das tut sie mit Begeisterung! Wie alle Galgos ist auch Naria ein Kurzstreckensprinter und genießt es, wenn sie mal kurz so richtig „aufdrehen“ kann.

Übrigens ist Naria nicht den ganzen Tag nonstop auf Achse! Nein, nach getaner „Arbeit“ chillt sie auch liebend gerne in ihrem Körbchen, in das sie sich gemütlich hineinkuschelt. Sie ist zwar temperamentvoll und aktiv, aber kein nervöser oder hyperaktiver Wirbelwind. Grundsätzlich gilt, dass sie sich beim Spazierengehen gerne auspowern möchte, zuhause aber sogar eher faul, gemütlich und sehr ruhig ist.

Vor kurzem durfte sie ihr Gassi-Frauchen auch mal für einen Tag zuhause besuchen, weil wir testen wollten, wie sich Naria in der Wohnung verhält. Das Ergebnis war tadellos: Naria war superbrav, hat nichts kaputt gemacht, war sauber, ruhig und sehr angenehm. Als sie mit ihrer Bezugsperson auf gemütlichen Decken kuscheln durfte, schwebte Naria ganz offensichtlich im siebten Himmel. Sie liebt es, sich anzuschmiegen und möchte möglichst viel Wärme, Geborgenheit und Zärtlichkeit genießen. Übrigens ist Naria auch problemlos im Auto mitgefahren.

Alles in allem müssen wir wirklich zugeben, dass Naria ein Traumhund ist. Wir können es überhaupt nicht verstehen, dass sie bis jetzt noch keine einzige ernst gemeinte Anfrage hatte. Aber vielleicht hat Naria ja trotzdem noch Glück und landet ihren ganz persönlichen Glückstreffer?

Wenn Sie genauso ein Outdoor-Fan sind und einen Kumpel für Ihre Unternehmungen suchen, könnte unsere fesche Galgo-Powerfrau vielleicht genau die richtige Begleiterin für Sie sein! Gerne dürfen Sie sie bei einem gemeinsamen Spaziergang kennenlernen. Wir würden uns freuen, wenn es zwischen Ihnen „funkt“, denn Naria hätte eine liebevolle eigene Familie wirklich mehr als verdient. Sie wäre bestimmt eine überaus anhängliche und treue Kumpeline. Wer gibt ihr eine Chance?

Noch weiter schöne Fotos finden sie hier: „Naria“, weiblich, kastriert, Galgomix, geb. 07.07.10, 61 cm

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

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