Toro de la Vega 2012 – Schluss mit dieser Tierquälerei!
Bald ist es wieder soweit, das wohl grausamste Stierspektakel Spaniens, die “Toro de la Vega” genannte Stierhatz findet am 11. September statt. Das diesjährige, zum Tode verurteilte Opfer heißt VOLANTE.
Seit 1584 findet alljährlich am zweiten Dienstag im September in der spanischen Stadt Tordesillas Spaniens wohl grausamste Stierhatz statt.
Beim “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue) wird ein Stier von hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich das Leben des Stiers beendet, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken.
Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt hinter die Flußaue zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat. Diese Stierhatz wurde im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt.
Touristisch wertvoll? Unglaubliche Grausamkeit kennzeichnet dieses von der Regierung Kastilliens als traditionell eingestufte Blutbad.
Der Toro de la Vega ist das Opfer eines Wahns der Menschen, denen es nicht nur an Mitgefühl und Respekt gegenüber Tieren mangelt, sondern die auch meinen ihr vermeintliche Stärke damit beweisen zu können, indem sie ein Tier bezwingen und grausam und rituell niedermetzeln. Die Tierrechtsorganisationen CAS und HSI, sowie die spanische Tierschutzpartei PACMA organisieren seit 2007 alljährlich eine Protestaktion gegen diese barbarische Art der Volksbelustigung, in diesem Jahr wird der Protest wohl am Sonntag den 9. September stattfinden, allerdings vor den Toren der Stadt. Tierrechtler sind dort unerwünscht und werden sogar bedroht, wie folgendes Video, zeigt. Mitglieder der Tierschutzpartei PACMA wagten sich während der letzten Wahlkampfperiode nach Tordesillas.
Die Anhänger des Toro de la Vega erlauben nicht, dass man filmt, wer eine Kamera bei sich trägt oder sein Handy zückt wird bedroht, egal ob als Privatperson oder für ein Fernsehteam. Jedoch gelingt es mutigen Aktivisten jedes jahr den grausamen Tod des Stieres festzuhalten, Bilder die um die Welt gehen, jedoch auf internationaler Ebene noch viel zu wenig Beachtung finden. Meine Bitte an alle Leser, versuchen auch Sie die hiesigen Medien zu mobilisieren, damit auch hier bei uns über dieses grausame Spekatel berichtet und Spanien an den Pranger gestellt wird. Dieses Jahr wollen zahlreiche Aktivisten die sich über soziale Netzwerke organisieren am 11. September vor Ort sein, hoffentlich endlich auch ausländische Pressevertreter.
Alle meine bisherigen Berichte über den Toro de la Vega: http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega










