Der Graben des Todes

Massengrab mit Galgos gefunden

Unser einziger Trost ist die Entdeckung dieser armen Unschuldigen, Opfer der Jagd. Wir wollen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird!

#NoALaCaza!

No A la CAZA con Galgos y otras Razas.

Plataforma NAC

@PlataformaNac

Einen entsetzlichen Anblick bot sich vergangenen Samstag den Entdeckern von 30 Jagdhund-Kadavern – teilweise erhalten, verwest oder skelettiert – die sich in einem versteckten Graben in Taracón (Cuenca) befanden. Bei den Hunden handelt es sich durchweg um Jagdhunde, überwiegend Galgos. Die Seprona hat nach ersten Untersuchungen bestätigt, dass aufgrund des Verwesungszustandes, einige der Kadaver schon seit langer Zeit in diesem Massengrab liegen, andere erst seit kurzem. Ferner gehen die Beamten davon aus, dass sicherlich einige der Tiere lebend in die Grube geworfen wurden, damit sie einen langsamen und qualvollen Tod erleiden, aus dem Graben gibt es kein Entrinnen! Viele der Galgos sind geschippt, man ist zuversichtlich, die Tierquäler ermitteln zu können.

In einer Pressekonferenz hat die Stadträtin und Sprecherin der IU, Carolina Rey, versichert, dass es sich überwiegend um Jagdhunde der Rasse Galgo handelt. Die Vereinigte Linke und der Tierschutzverein haben Anzeige erstattet und verurteilen diese Tat, „Weil wir glauben, dass nichts grausamer sein kann, als ein Tier, das sein ganzes Leben in den Dienst eines Menschen gestellt hat, auf diese grausame Art und Weise endet.“

Dieses Massengrab ist kein Einzelfall, das wohl in den letzen 10 Jahren größte und als „Friedhof des Grauens“ bezeichnete Massengrab mit Galgos, wurde im März 2009 auf einer ehemaligen Müllhalde in Villatobas (Toledo) entdeckt, hier fand man an die 100 Skelette von spanischen Windhunden.

Wie wenig das Leben von Jagdhunden in der Autonomen Region Kastilien-La Mancha wert ist, beweist die am 13. Februar veröffentlichte Nachricht, dass die Regierung der Autonomie Jagdhunde vom Tierschutzgesetz ausschließt. Wie Europa Press verlauten ließ, ging dieser Gesetzesänderung ein Antrag der regionalen Vereinigungen der Rehalas (Jagd mit Meutehunden) und des Jagdhundverbandes der autonomen Region voraus. Die Verbände forderten außerdem die Zwangssterilisation von Sport-, Rudel- und Rehala-Hunden. Der ursprüngliche Text besagt, dass Sport-, Rudelzwinger oder Rehalas, die nicht für die Zucht gedacht sind, die Tiere sterilisieren müssen.

Dies ist ein enormer Rückschritt für den Tierschutz, wenn man bedenkt, dass laut einer öffentlich zugänglichen Statistik der Guardia Civil über fünf Jahre, 40 Prozent der Hunde die misshandelt, aufgegeben oder gestohlen werden, Jagdhunde sind. Die Statistik spiegelt die enormen Auswirkungen wieder, welche die Jagd auf das Aussetzen und die Misshandlung dieser Tiere hat.

Wichtig zu wissen ist, dass jede spanische Autonomie seine eigenen Tierschutzgesetze hat. Möglicherweise könnten andere Regionen auch auf die Idee kommen, Jagdhunde vom Tierschutz auszuschließen, genauso wie Stierkampf als Tradition vom Tierschutz auch auf EU-Ebene ausgeschlossen ist. Die Jagd ist ein großer Wirtschaftszweig der jährlich viele Millionen Euro bewegt.

Video: La SEXTA

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