Erste Bilder aus Sevilla

Die Demonstration wurde zwar landesweit von den Medien nicht beachtet, kein Wunder, wenn man bedenkt, wie viele von ihnen die Stierkampfmafia unterstützen. Doch fand sie ein Echo in den andalusischen Nachrichten.

Wie man in dem Video sehen kann, verlief die Demonstration friedlich, während in der in der Stierkampfarena sechs Stiere auf das Schrecklichste gequält und hingerichtet wurden. Den Demonstranten fiel es sicher schwer, die Ruhe zu bewahren, wenn man sieht,

wie die Stierkampfanhänger mit selbstgefälligem und überheblichem Grinsen, oft auch noch zwischen den Aktivisten hindurchgehend, sich in die Stierkampfarena begeben, um einer Blutorgie beizuwohnen. Folter im Namen der Kultur, für die Anhänger ein gedankenlose Selbstverständlichkeit, der Besuch eines Stierkampfes als amüsanter Familienausflug.

Caroline Waggershauser, Aktivistin der PACMA und der Plataforma SOS zum Thema:

„Ja, da fällt es schwer, sich zu beherrschen. Mit geballten Fäusten, ohnmächtiger Wut und Tränen in den Augen steht man da und muss es geschehen lassen. Wissend, dass drinnen sechs Stiere zur Folter verurteilt sind. Deswegen brauchen wir auch all Eure Unterstützung, liebe Freunde. Macht unseren Kampf zum Gesprächsgegenstand mit Freunden, Bekannten, Nachbarn, Kollegen etc. etc.

Der Unmut gegen diese Spektakel muss in Europa steigen, damit endlich etwas getan wird.

Der erste Herr, der während der Demonstration im Video zu sehen ist, ist Antonio Moreno, Vorsitzender der CACMA (Andalusisches Kollektiv gegen Tierquälerei). Er wettert gegen die „taurinos“, die eine sadistische Minderheit darstellt, während ca. 80 % der spanischen Bevölkerung für die Abschaffung sämtlicher Stierfeste plädiert.

Antonios und unser aller Protest richtet sich gegen die Subventionen, die die Stiermafia vom Staat erhält. Er will nicht, dass mit seinen Steuergeldern Tiere gequält und getötet werden.

Deswegen hieß der Leitspruch auch: Toros, no con mis impuestos no. Stierkampf, nicht mit meinen Steuern.“

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