Spektakuläre Aktion für die Abschaffung der Stierkämpfe

Jedes Jahr im Mai findet in Madrid die Feria de San Isidro statt, ein Volksfest zu Ehren des Stadtpatrons San Isidro. Einen besonderen Platz im Veranstaltungskalender nehmen bei diesem Fest die Stierkämpfe ein. Die Website der Stierkampfarena Las Ventas gibt einen Eindruck vom ganzen Ausmaß des blutigen Spektakels, 2 Wochen lang werden hier täglich Corridas veranstaltet, werden Stiere bestialisch im Namen der Kultur abgeschlachtet und der Mob ergötzt sich am grausamen Spektakel. Familienausflüge mit Kind und Kegel. Spaß am Tod unschuldiger Stiere zu empfinden, sollte man doch wohl eher als Perversion und nicht als Kultur bezeichnen. Zudem ist es doch sehr bedenklich, schon Kinder an den Stierkämfen teilnehmen zu lassen, wie sollen diese jemals lernen Tiere als schützenswerte Wesen zu betrachten? Immerhin ist Tierschutz auch Menschenschutz, die Verrohung und Gleichgültigkeit unserer Gesellschaft ist jetzt schon weltweit spürbar.

Am 15.05.2008, gegen 19 Uhr, kurz vor beginn des Stierkampfes, wurde der Beginn der Stierkämpfe empfindlich gestört. Fünf Aktivisten von Igualidad Animal (Animal Equality) seilten sich direkt über dem Eingang der Arena ab, mit Transparenten auf denen man „Abolición“ (Abschaffung) lesen konnte. Während die Aktivisten an den Seilen hingen versuchte ein Taurino (Stierkampfanhänger) mit einem Messer das Seil zu kappen, hätten nicht andere Menschen eingeschritten, wäre der junge Mann 18 Meter in die Tiefe gestürzt. Auch wurden die Aktivisten beschimpft „die sollen heruntersteigen“ …“die sollen doch arbeiten gehen“ usw. Die Stierkampfmafie schreckt offensichtlich vor nichts zurück, das gleicht einem Mordanschlag.

Nach einer halben Stunde wurden sie von der Polizei gezwungen herabzusteigen.

Nur der TV Sender La Sexta hat über den Vorfall berichtet, man versucht die Stierkampfgegner totzuschweigen und sogar You Tube scheint sich in den Fängen der Stierkampfmafia zu befinden. Das von Eugenio De Mora (LYVON) Animal Musica aufgenommene Video 16 Gründe um die Stierkämpfe zu hassen

wurde senziert und ist jetzt hier bei Live Leak zu finden. Igualidad Animal hat Anzeige gegen den Agressor der versucht hat das Seil an dem die jungen Männer hingen zu zerschneiden, erstattet.

Quelle: Espana Liberal

4 comments on this post.
  1. Gabriele Hönschel:

    Stierkampf kann kein Kampf sein.
    Der Stier verliert immer, hat nie eine Chance und den
    „Kampf“ auch gar nicht gewollt.

    Wirklich schlimm und nicht einmal primitiv.
    Ein Primitiver würde so etwas niemals tun, weil er im Einklag mit der Natur ist.

    Es sind entartete Menschen, die nicht das NIveau eines Steinzeitmenschen erreicht haben.

    Noch schlimmer aber sind die Stierkämpfe von Kindern mit jungen Kälbern.
    Die Kindern werden von klein auf darauf konditioniert, was ein Junge tun muß, um ein „Mann“ zu sein.
    Man nutzt auf perverse Art und Weise den natürlichen Drang eines Buben aus. Das ist nicht nur Tierquälerei, sogar
    bereits Kindensmissbrauch in Reinkultur.

    G.H.

  2. Nirvana:

    Ist doch alles nur heuchelei, und gepuscht durch mediengeile leute…

    Da müsste man jeden jäger,fischer,und alle anderen fleischesser auch an den pranger stellen….
    Jeden der ein tier für seine bedürfnisse hält usw…

    R.Z.

  3. Caroline Waggershauser:

    Heuchelei? Mediengeile Leute? Darf ich fragen, woher Sie Ihre Informationen haben, liebe/r Nirvana? Wissen Sie wirklich, wie der Stand der Dinge in Spanien hinsichtlich der Anti-Stierkampfbewegung ist?

    Zudem, wie können Sie sich erlauben, Jagd, Fischerei und Nutzviehzucht (für mich gleichermassen verachtenswert) und Stierkampf in einen Topf zu werfen? Der Weg zum Vegetarier oder Veganer ist ein Prozess, den jeder mit sich selbst abmachen muss, aus eigener Überzeugung und unter Umständen ein langer Weg ist.

    Was aber absolut nichts zu tun hat, mit der Erniedrigung, Folter und anschliessendem Mord eines Stieres zur öffentlichen Massenbelustigung, die in Spanien eine Minderheit darstellt.

    Und was diese „heuchlerischen und mediengeilen Leute“ angeht…….. bitte ich um etwas mehr Respekt vor diesen beherzten und mutigen Aktivisten, die sich nicht scheuen, sich den Stierkampfanhängern und der Polizei engegenzustellen, um diesen entsetzlichen Blutorgien Einhalt gebieten zu wollen.

    Dank ihnen hat die Anti-Stierkampfbewegung endlich neuen Aufschwung bekommen, die Diskussion „Für-und-Wider“ der Stierkämpfe ist öffentlich geworden. Man ignoriert sie nicht mehr. Nur für den Fall, dass es noch nicht bis zu Ihnen durchgedrungen ist, würden Sie sich die aktuellen spanischen Meinungsumfragen ansehen, könnten Sie feststellen, dass bis zu 80 % der spanischen Bevölkerung gegen die Stierkämpfe und deren noch schrecklicheren Abarten, der Volksfeste mit Stieren, Kühen und Kälbern, ist. Von „fiesta nacional“ kann daher auch keine Rede sein.

    Der moderne, aufgeschlossene Spanier will nicht mehr länger mit der Kultur seiner Ur-ur-grossväter in Verbindung gebracht werden. Einer Zeit, in der öffentliche Folter und Mord, sowohl an Tieren und als auch an Menschen, gang und gäbe waren.
    Es wird nicht mehr lange dauern, bis diese des Menschen unwürdigen Schauspiele endlich der Vergangenheit angehören werden.

    Caroline Waggershauser
    PACMA
    Antistierkampfpartei gegen Tieresmisshandlung
    Spanien

  4. Nirvana:

    Tierschutz beinhaltet für mich alles, und sei es die Katze vom Nachbar die in einer Wohnung egal welcher grösse gehalten wird.Es zu reduzieren auf einen Stier hat mit Tierschutz nichts zu tun sondern ist reiner populismus.

    Respekt vor den mutigen Aktivisten, und die Lorbeern bekommen die die dahinter stehen und am lautesten schreien, aber sicher nicht die die an forderster Front stehen.

    Man fragt auch kein Pferd ob es beritten werden will oder nicht die Menschen machen es aus Spaß und „Sport“, und keiner schreit „hey das arme tier wird beritten“.Und bricht sich das Pferd den Fuß und muss geschlachtet werden so fragt auch keiner mehr danach, auch nicht nach einem Stierkampf mit Pferd.

    R.Z.

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