Die Hölle von Sangonera

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Sangonera in Murcia, außerhalb Spaniens noch wenig bekannt, wird sicher schon bald auch außerhalb des Landes zu einer unrühmlichen Bekanntheit gelangen. Bei der Hölle von Sangonera, dieser Ausdruck ist wirklich treffend, handelt es sich um eine Auffangstation für herrenlose Tiere, auch der Ausdruck Tier KZ wäre passend, da deren Zustand, bzw. das was sich hinter den Mauern verbirgt, kaum in Worte zu fassen ist.

Dreck, Krankheit, Überfüllung, junge und alte, große und kleine, gesunde und kranke Tiere zusammen in einem Zwinger, als Nahrung dienen Hühnerabfälle oder die Kadaver der schon verstorbenen Tiere. Die Perrera beherbergt ca. 1000 Tiere.

Nicht nur 20.minutos.es hat über diesen Ort des Grauens schon 2007 berichtet, „Der Tierschutzverein von Sangonera ohne Lizens“, schon 2004 hat eine Tierschützerin die Zustände dort angeprangert, mit dem einzigen Erfolg, dass es eine Grundreinigung gab und Welpen kurzzeitig auf eine Quarantänestation kamen. Diese Tierschützerin hat ca. 60 Hunde dort dort herausgeholt, von denen viele kurz darauf starben. Es wird nicht geimpft, viele der Hunde sterben an Parvovirose oder Staupe, verletzte Tiere werden nicht behandelt.

Tierschützern wird der Zutritt verwehrt, möchte jemand einen Hund oder eine Katze adoptieren werden einige Tiere vor die Tür gebracht, sicherlich diejenigen die noch halbwegs lebendig sind.

Am vergangenem Donnerstag hat die Seprona eine Inspektion durchgeführt und festgestellt, dass keine der gesetzlichen Auflagen erfüllt wird.

Deshalb wurde bis zum vergangenen Montag eine Frist eingeräumt, innerhalb welcher alle für den Betrieb einer solchen Einrichtung vorgeschriebenen Dokumente vorzulegen waren: Genehmigung zur Eröffnung und zur Aufnahme einer großen Anzahl von Tieren usw.

Es wurde also ein Erlass ausgestellt, nach dessen Erhalt der Betreiber dieser Einrichtung zwei Wochen Zeit hat, um die Tiere fortzuschaffen, wenn innerhalb dieser Frist die Einrichtung nicht geräumt ist werden alle Tiere eingeschläfert. Sobald der Betreiber diesen Erlass erhält, hat man 15 Tage Zeit die Tiere rauszuholen. Auch ist er derjenige der entscheidet, ob er sie herausgibt und an wen. Die Tiere müssen dann geimpft und gegen Parasiten behandelt sein.

Die Einrichtungen entsprechen nicht den Gesetzen und können daher auch nicht unter Kontrolle von Proaniplant oder unter Kontrolle der spanischen Tierschützer weiter bestehen bleiben, d.h. sie können sie nicht übernehmen.

Da es eine Entscheidung der Verwaltung ist, die eine Privatperson betrifft, haben sie auch nicht das Recht, die Akte einzusehen, dies soll noch von einem Rechtsanwalt überprüft werden.

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Die spanischen Tierschützer sind alarmiert, alle großen Tierrechtsorganisationen sind informiert, man hofft zumindest einem Teil der Tiere noch helfen zu können, viele sind in einem dermaßen schlechten Zustand, dass man sie nur noch von ihrem Leid erlösen kann. Gesucht werden jetzt dringend spanische tierheime und Pflegestellen die Tiere aufnehmen können, bei dieser großen Anzahl wird es nicht leicht sein und aufgrund der schlechten Gesundheit dieser Tiere kommen sicher auch enorme Kosten auf die Tierschützer zu.

Die ist einer der Notrufe die in ganz Spanien verteilt werden.

Der angebliche Tierschutz von SANGONERA (Murcia/Spanien) wird nun endlich geschlossen. Er hatte eine Inspektion und konnte diese natürlich nicht bestehen, da er über keine der notwendigen Genehmigungen verfügt (Erlaubnis zur Eröffnung der Einrichtungen, zur Haltung einer Großzahl von Tieren…) und die Tiere sich in einem entsetzlichen Zustand befinden. Wir haben ZWEI WOCHEN Zeit, um so viele dieser Tiere wie nur möglich herauszuholen, sonst werden sie getötet. Wir schätzen, dass sich dort mehr als 700 Hunde und etwa 200 Katzen, Enten, Kampfhähne und einige Nutztiere befinden.

Wir werden das genaue Datum, von dem ab die Tiere legal geholt werden können, veröffentlichen. Bitte, wir brauchen so viele Pflegestellen wie nur irgend möglich.

Außerdem werden wir den Termin für eine Demonstration bekanntgeben, damit die Stadtverwaltung keine Tötungen zulässt.

STEHT BEREIT, DAMIT WIR ANFANGEN KÖNNEN, SOBALD DER TERMIN FESTSTEHT, ES MUSS DANN ALLES SEHR SCHNELL GEHEN. Diese Nachricht großzügig verteilen.

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