Die öffentlichen Verwaltungen und das fehlende Bewusstsein für Tiere

Folgender Beitrag wurde am 30. April in der Zeitung Capgròs de Mataró veröffentlicht, nachdem die Gründerin von CPA (Ciudadanos para los animales / Bürger für Tiere) Caroline Waggershauser, ein Interview gegeben hatte. Eingebunden im Artikel wurden meinerseits, zum besseren Verständnis, einige Beiträge über unsere Arbeit.

Die von vier Frauen aus Mataró und einer in Deutschland lebendem Mitglied gegründeten Tierschutzorganisation CPA wird kulturelle Veranstaltungen zum Wohl der Tiere veranstalten.

Lange Monate hat Caroline Waggershauser um den Erhalt eines kleinen Gartens in dem Stadtteil Cirera von Mataró gekämpft, wo sich nach ihrer Aussage ein kleines Biotop gebildet hatte, in dem u.a. einige Katzen inmitten der Vegetation lebten. Sie sammelte mehr als 1.000 Unterschriften, damit man diesen Lebensraum den Tieren erhält, doch das Vorhaben der Behörden, diesen Garten zu asphaltieren wurde ausgeführt und der Kampf von Frau Waggershauser war umsonst gewesen.

Die Katzen von Mataró

Es war einmal…eine Katzenkolonie in Mataró

Leider ist nun ein Teil der ehemaligen Katzen dieser Kolonie verschwunden, eingefangen von einem Katzenfänger, welche sie in ein Tierheim gebracht hat, welches weder über eine Quarantänestation verfügt, noch hygienische Anforderungen einhält. Viele Katzen die in diesem Tierheim landen, werden krank.

Diese Erfahrung hat der Mataronina gezeigt, dass man als Einzelperson nicht genug Kraft hat um sich gegen die Bürokraten durchzusetzen und hat deshalb die Organisation “Ciudadanos para los animales” (Bürger für Tiere) gegründet. Ihr schlossen sich drei Mataroninas an, unter ihnen befinden sich zwei Tierärztinnen und ein fünftes Mitglied befindet sich in Deutschland. Das Ziel ist es, gegenüber den Bürokraten, die sich auf allen Ebenen befinden, von Gemeinden bis hin zum Europaparlament, stärker auftreten zu können.

Letzte Woche führte CPA ihre erste große Aktion durch, an der sie in Straßburg im Europaparlament zusammen mit den Grünen (Anm.: David Hammerstein, Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz) eine Pressekonferenz zum Thema der Straßentiere Europas gaben, um anschließend bei einer Demonstration, für Rechte derselben zu bitten.

Europaparlament, Tierschutzpolitik hautnah

“Die Behörden haben einen Freibrief diese Tiere zu vernichten” bestätigt Frau Waggershauser. Ihrer Meinung nach ist der Schlüssel zur Lösung strengere Kontrolle der Tierhaltung. Doch die Straßentiere sind nicht das einzige Thema dieser Organisation, die vorhat viel weiter zu gehen und die verschiedenen Behörden hinsichtlich des Miteinanders mit unseren Tieren zu schulen.

Die Gründerin der “Bürger für Tiere” erklärt, dass sie sich für die Rechte der Tiere u.a. mit Konzerten, Schweigemärschen und Vorträgen einsetzen wollen. “Wir gehören nicht zu denen, die viel Geschrei machen, wir wollen kulturelle Veranstaltungen geben um die Bürger die Problematik im Tierschutz bewusst zu machen.

Wir benötigen eine Gruppe von fachkompetenten Leuten, die entsprechende Vorträge zur Bewusstseinsmachung der Polizei und Stadtverwaltungen hinsichtlich Tierschutz geben können, da diese sich ihrer Meinung nach durch totale Unkenntnis der bestehenden Tierschutzgesetze, auch hinsichtlich der Straßentiere, negative hervorheben.

Die Aktivistin, die sich auch dem Kampf gegen die Tauromachie widmet, erwähnt, dass sich die Mitglieder der Gruppe schon seit Jahren dem Kampf um die Rechte der Tiere widmen und versichert, dass sie sich auch für die Umwelt einsetzen werden. Es ist ein paralleler Weg, den man nicht vergessen sollte: “Es hat keinen Sinn, die Tiere zu verteidigen, wenn man sich nicht gleichzeitig für die Umwelt und die Menschheit einsetzt“.

Caroline Waggershauser PACMA berichtet vom Stierkampfprozess in Genf

3-gatos-callejeros-y-el-efecto-de-vacio-def.pdf

Quelle:

capgros.com

Übersetzung Caroline Waggershauser

Kontakt:

cwaggershauser@gmail.com

nfo@sos-galgos.net

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