Sanfermines, Tourismus für Lebensmüde

10 Verletzte, unter ihnen 4 Schwerverletzte, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr, dies ist das Resultat des heutigen sechsten „Encierros“ in Pamplona.

Wieder wurde ein Stier vom Rest der Herde getrennt, mehrmals rutschten Stiere auf dem Kopfsteinpflaster aus, gejagt vom grölenden Mob, Läufer, genannt „mozos“, die sich selber als Helden feiern.

Die Stiere haben sich dieses Schicksal nicht ausgesucht, sie sind unfreiwillige Teilnehmer des alljährlichen, als touristisch wertvoll deklarierten Spektakels, sie werden noch heute Abend in der Arena in die sie getrieben wurden einen grausamen Todeskampf erleiden, unter den Augen abertausender Schaulustiger.

Für diejenigen die freiwillig am Stierrennen von San Fermines teilnehmen und verletzt oder gar getötet werden empfinde ich kein Mitleid, denn SIE wissen was sie tun und haben mit den Konsequenzen zu leben, oder den Kick des Adrenalinstoßes gar mit dem Tod zu bezahlen.

Das spanische Gesundheitssystem lässt sehr zu wünschen übrig, oft warten schwerkranke Patienten monatelang auf einen Operationstermin, auch auf Kosten derjenigen die nun in den umliegenden Krankenhäusern Pamplonas notoperiert werden müssen?

Weitere Bilder, Informationen und Videos auf der Webseite von San Fermines:

www.sanfermines.com

2 comments on this post.
  1. Silvia:

    Mit den Verletzten und auch Toten Menschen dort habe ich garkein Mitleid!Absolut grausam diese Menschen.Am besten alle in einen Sack packen und draufschlagen…wen man da trifft ist ja egal.

  2. Karin:

    Ich hab auch überhaupt kein Mitleid mit den verletzen und getöteten „Menschen“. Die setzen sich ja selber diesem „Spektakel“ aus.
    Nein, es sollte noch viel mehr davon geben. Wer da mitmacht, hat sein
    Hirn wohl irgendwo auf dem Weg des Lebens verloren!!
    Finde es übertrieben, wenn in jeden Nachrichten von den Verletzten und
    Toten gesporchen wird…. Die Tiere würden NIE töten, wenn man sie in
    Ruhe liesse!

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