Die Galga Isa

Die Geschichte der Galga Isa, unsere Ehrerbietung an schüchterne Hunde

Isa wurde in Azuaga (Badajoz) ausgesetzt, als sie fast noch ein Welpe war. In ihrem kurzen Leben hatte sie sie die Dunkelheit, das Elend und die Misshandlung durch ihren Besitzer kennengelernt. Als sie ausgesetzt wrude vertraute sie keinen Menschen mehr.

Sie lebte in den Ruinen einer Burg, verstoßen von den Menschen die ihr so viel Schaden zugefügt haben. Nur eine einzige Person gab ihr Futter und Wasser als sie nicht da war, damit sie überleben kann. Mehr als eineinhalb Jahre lang wagte sie es nicht, sich der Person zu nähern, die sie retten wollte.

In einer Gewitternacht ließ sich sich von ihrer Retterin einfangen und kurz darauf kam sie zu uns in Pflege. Unser Ziel war es, ihr die Angst vor den Menschen zu nehmen, damit sie eine Familie für immer finden könnte.

Niemals zuvor haben wir so viel Furcht in einem armen Tier gesehen, nach harter Arbeit mit ihr, erschien es ein unmögliches Unterfangen.

Monate später…

Als sie sechs Monate Zuhause war, haben wir uns entschieden, dass sie für immer bleibt. Sie könnte niemals in Adoption gegeben erden und hier könnte sie ihren Platz finden und auf ihra Art glücklich sein.

Sie war reine Panik aber süß wie Honig. Vielleicht war es so, weil sie wusste, dass sie ihren Platz gefunden hatte. Vielleicht war es, dass sie gelernt hatte zu lieen und geliebt zu werden, oder vielleicht war es die Bestimmung, aber etwas war geschehen.

Gegen die Unwissenheit und das Aussetzen…Liebe

Gegen das Elend…Würde

Gewidmet Isabel und Rosa, dafür sie gerettet zu haben und sie soweit bekommen zu haben.

El Guadiana y la traílla

2 comments on this post.
  1. Jeannette:

    …wunderschön…

    Ich kann diesen Menschen aus eigener Erfahrung nachempfinden und bin froh darüber, dass es sie doch immer wieder gibt. Einen Angsthund aufzunehmen muss genau durchdacht sein, man muss ihm noch mehr Sicherheit bieten können als irgend einem anderen Hund und man braucht viel, viel Liebe und Geduld…manchmal ein ganzes Hundeleben lang und dessen muss man sich voll und ganz bewusst sein. Aber das was man erfährt, ist einmalig, jeder einzelne noch so kleine Schritt zurück ins Leben lässt das Herz vor Freude fast zerbersten. Manchmal kostet es hunderte von schlaflosen Nächten und Tränen, viele Tränen…nicht weil man nicht die richtige Entscheidung getroffen hat, nein, weil man hautnah erfährt, zu was Menschen fähig waren und was sie diesem Tier angetan haben müssen…
    Ich wünschte mir, es gäbe im TS mehr solche Familien wie diese von Isa, denn einen solchen Hund kann und darf man meines Erachtens nie in unerfahrene und nicht involvierte Hände geben und schon gar nicht weitervermitteln. Es muss dem Tier zuliebe eine Entscheidung aus tiefsten Herzen und vor allem zeitlebens sein.

  2. Sabine NRW:

    ..ich schliesse mich Jeanette voll an…

    Angst…Panik..die totale Enttäuschung…das ist schwer bis garnicht wieder Gut zu machen….

    Ich habe lieber einen solchen Hund… bin dann auf alles gefasst…und kann mich über jeden Schritt nach vorn umso mehr freuen… und wenn nicht…auch ok…
    Leben und leben lassen… auch im Miteinander Mensch -Tier…
    es sind einige hier übers Sofa gehuscht..bei denen man niemals erwartet hatte dass sie sich jemals anfassen lassen würden… Die Verantwortung ist riesig…und wie schon gesagt…man muss auch akzeptieren so einen Hund ein Leben lang bei sich/um sich zu haben -weil eine Weitervermittlung nicht möglich sein wird..

    Ich liebe meine Paniknasen immer mehr… sie haben noch mehr ihren eigenen Kopf und vor allem lassen sie sich so viel einfallen… um für sich unangenehme Situationen zu meistern… Schlaflose Nächte…Tränen der Wut über das was da passiert sein muss..Tränen bei Rückschritten…. endlose Versuche ran zu kommen… man braucht starke Nerven..Engelsgeduld… aber sie wird tausendfach zurück gegeben…

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