„Afligido“ rennt um sein Leben

Es ist wieder soweit, 11 Uhr, der 13. September 2011, TORO DE LA VEGA in Tordesillas, Katillien – La Mancha, ein weiterer dunkler Tag in der spanischen Geschichte, ein weiterer bestialischer Mord an einem unschuldigen Stier, dessen einziges Vergehen es ist, als sogenannter „toro de la lidia“ (Kampfstier), das Licht der Welt erblickt zu haben.

„Afligido“ zeiht 35.000 Menschen an den Ort der Schande, 35.000 blutrünstige Individuen, die sich daran ergötzen, dass dieses wunderschöne, prächtige Tier mit Lanzen erstochen wird.

Um 11 Uhr beginnt die Hatz, zu Fuß und zu Pferd, bewaffnet mit Lanzen wird eine blutrünstige Meute den Stier aus dem Dorf hinaus, über die Flußaue aufs offene Feld jagen, um ihn dort zu erlegen.

Das Publikum, ganze Familien, groß und klein, werden die Straßen säumen um sich am Anblick des panischen Stiers zu ergötzen und nach seinem Tod, den Gewinner des Turniers, der mit der abgeschnittenen Schwnazspitze des Stiers voller Stolz in die Ortschaft zurückkehren wird, mit Beifall begrüßen.

„Afligido“, wir alle sind im Gedanken bei dir, die letzten Minuten deines Lebens sind angebrochen, wir sind viele, doch wir konnten dieses barbarische spanische Volksfest auch in diesem Jahr nicht verhindern.

Schande über Tordesillas, Schande über Spanien und die „besten“ Wünsche all jenen, die sich heute an diesem Akt der Grausamkeit beteiligen und an die, die nichts dagegen unternehmen, um es zu verhindern.

1 comment on this post.
  1. S.Rosa:

    Warum muß das in unserer Zeit geschehen ?
    Ob Stierkampf ,Tötungsstationen ,Privat egal wo und wie ,und egal was für Tiere sind SIE denn gar nichts mehr wert.Ich jedenfalls finde es sowas von grausam,und schäme mich echt Mensch zu sein.Wenn Menschen Tiere töten ist es anscheinend okay,aber was ist wenn Tiere Menschen töten ?
    Dann wird großes Dam Dam gemacht.

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