Tod am Nachmittag – Tragisch für Mensch und Stier

Seit dem Beginn des umstrittenen Stierrennens in Pamplona mit zahlreichen Verletzten- und Schwerverletzten und spätestens seit dem tragischen Tod des jungen spanischen Toreros Víctor Barrio überschlagen sich die Nachrichten, sowohl in Spanien als auch in den internationalen Medien. Leider gibt es auch Menschen die meinen, den Tod eines Menschen feiern zu müssen. Zahlreiche lebensverachtende Kommentare bei Facebook und Twitter kursieren im Netz. Die Stierkampfanhänger glorifizieren den Tod des jungen Mannes, «El País» bezeichnet den getöteten Torero als Held und Märtyrer. Fakt ist, diese Tragödie hätte vermieden werden können, wenn Stiere nicht unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur zu Tode gefoltert würden. Das systematische Töten von Stieren bei Volksfesten ist heutzutage moralisch nicht mehr vertretbar. Zum Glück findet der Stierkampf immer weniger Akzeptanz bei den Menschen, laut einer aktuellen Meinungsumfrage von Ipsos MORI  ist die Unterstützung für diese Tätigkeit ist den letzten drei Jahren von 30% auf 19% gesunken. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Traditionalisten gerade bei der jüngeren Generation, welche sich rege in sozialen Netzwerken austauscht, auf verlorenen Posten steht. Daher ist es umso wichtiger, sich von unangebrachten Äußerungen zu distanzieren.

Die Plattform LATORTURA NO ES CULTURA/FOLTER IST KEINE KULTUR distanziert sich ausdrücklich von solchen Äußerungen!

Den Tod eines Menschen zu feiern ist falsch. Gewalt führt zu Gegengewalt, Hass zu noch mehr Hass. Um den Stierkampf zu beenden müssen wir anders sein! Ethische und wissenschaftliche, wahre Argumente, statt weiterer Gewalt! Wer dies nicht verstanden hat, handelt kontraproduktiv und schadet der Tierrechtsbewegung.

Diesbezüglich möchte ich hiermit Marta Esteban Miñano, die Präsidentin der spanischen Plattform LA TORTURA NO ES CULTURA zitieren:

Der Tod von Menschen bei Stierkampfveranstaltungen ist nichts anderes als ein weiterer Grund um die Gewalt des Stierkampfs zu beenden. Das Problem des Stierkampfs ist seine Gewalt, in Tod und Leid zum Ausdruck gebracht, mit dem erschwerenden Umstand, dass sie als Unterhaltung verkauft wird, vor Kindern die ihre Werte aufbauen. Die Politik “Auge um Auge” ist seit Tausenden von Jahren das größte Fiasko der Menschheitsgeschichte und führt uns immer wieder in eine Endlosschleife von Gewalt…………auch wenn es in unseren Genen stecken mag, „Auge um Auge“ ist ein egoistischer Rekurs, der die individuelle Frustration lindern und die Leidenschaft des Hasses füttern soll, um uns als Sieger zu fühlen, die Konsequenzen ignorierend.

Die an Touristen gerichtete Kampagne: Das Blut rennt mit dir – Sei kein Komplize!, welche die Grausamkeit von Stierrennen offenlegt, wird von den wichtigsten Tierschutzorganisationen auf internationaler Ebene unterstützt. Organisationen, die sich für die Tierrechte einsetzen und mit ethischen und wissenschaftlichen Argumenten für eine bessere Welt für Mensch und Tier kämpfen!

Page 1 of 2 | Next page